Gönn´ Dir Lobster
Der Lifter Lures Lobster ist ein extrem realistischer Köder zum Forellenangeln, der durch seine detailreiche Anatomie und hohe Beweglichkeit überzeugt. Mit zahlreichen Beinen, Scheren und Fühlern bietet er den Fischen viele Angriffspunkte und sorgt für überzeugende Bisse. Entscheidend für den Fangerfolg sind die richtige Köderführung, die je nach Rig und Aktivität der Forellen variiert werden kann. Ebenso spielen die passenden Farben eine wichtige Rolle, um sich optimal an Wassertrübung, Lichtverhältnisse und Gewässergrund anzupassen. In diesem Artikel erfährst du, welche Montagen sich für den Lifter Lures Lobster bewährt haben und wie du ihn effektiv einsetzt.
Warum ein Lobster zum Forellenangeln und was macht ihn so interessant?
Lobster sind im weitesten Sinne spezifische Krebstiere. „Krebs“ ist ein Oberbegriff für viele verwandte Tiere. Lobster sind große Zehnfußkrebse mit einem langen Körper, langen Antennen und zwei großen Scheren. Krebse leben am Grund und dann, wenn die Fische im Herbst/Winter langsam tiefer gehen und sich der Stoffwechsel durch die sinkenden Wassertemperaturen verlangsamt, spielt der Lobster sein ganzes Potential aus.
Lobster sind Protein pur und stellen für Fische eine einfache Möglichkeit dar, mit wenig Aufwand eine nahrhafte Mahlzeit zu ergattern. Krebse haben durch ihre Körperform einen kleinen Aktionsraum und sind bodennah zu finden.
Was macht den Lifter Lures Lobster aus (Anatomie)?
Den Lobster von Lifter Lures zeichnen 10 Beinchen, 2 Scheren, 2 Fühler, ein breiter Schwanz und letztendlich ein dicker Körper aus. Er bietet damit genug Angriffspunkte auf 65mm, damit ein Fisch mal an einem Beinchen rumzuppelt oder einen Probebiß vornimmt, um zu schauen, ob der Lobster denn auch schmeckt. Verstärkt wird der visuelle und haptische Effekt durch das intensive Flavour, mit dem der Lifter Lures Lobster versetzt ist.
Welche Farbe kommt wann zum Einsatz?
Grundsätzlich wählt man dunkle Farben bei hellem Boden / Wetter und helle/grelle Farben bei dunklem Boden / Wetter.
- Green / Red: trübes Wetter / Wasser, Dämmerung, Nebel
- Dark Red & Green / Black & Orange: fängt durch Kontrast immer
- Black: Leicht transparent mit leichtem Blaustich; sieht aus wie ein natürlicher Shrimp
- Dark Red: kommt einem echten Lobster mit Rottönen am nächsten
Welche Montagen fangen?
Für alle Montagen gilt grundsätzlich, den Lobster mittig und von hinten aufziehen, damit die Scheren und Fühler freies Spiel haben. Der Haken sollte dabei in der Mitte des Körpers rauskommen. Hakengröße 2 ist optimal, aber wenn Du nichts anderes zur Hand hast, geht auch Größe 4. Auf der einen Seite des Lobsters befindet sich eine Rinne. Das ist der obere Teil des Köders, in der die Hakenspitze des Offsethakens verschwindet bzw. die Hakenspitze des Chebuhakens austritt.
Cheburashka
Durch den Freiraum und die lose Verbindung von Haken und Cheburashkagewicht hat der Köder maximales Spiel. Dadurch kann der Lobster sein ganzes Potential ausspielen und mit allen seinen Bestandteilen nach Forellen „winken“.
Texas Rig
Das Texas Rig ist eine Durchlaufmontage, bei der die Forelle nicht das Blei mit aufnehmen muss, sondern kann mit dem Lobster ungestört abziehen. Vorteilhaft bei vorsichtigen Bissen. Weiterhin sorgt das Rig durch den sogenannten „Texas Knall“ für Aufmerksamkeit, wenn das Bullet (Blei) gegen die Perle knallt. Damit können auch Forellen aus weiter Distanz für den Lobster angelockt werden.
Was ist bei der Köderführung zu beachten?
Krebse leben grundnah, von daher wird der Lifter Lures Lobster grundnah geführt. Den Lobster führt man flach über den Grund, zieht oder schleift ihn. Immer wieder mal ein kleiner Lupfer mit der Rutenspitze haucht ihm ein wenig mehr Aktion ein und lässt ihn minimal vom Boden hüpfen. Den Lobster auch immer mal wieder stehen lassen. Durch seine Schwimmfähigkeit richtet er sich auf und wirkt ein wenig bedrohlich auf den Fisch. Das entfacht in Fischen oftmals den Reiz zum Angriff. Zudem bewegen sich die Beinchen, Fühler und Scheren durch den Zug oder ein wenig bodennahe Strömung, was zusätzlichen Reiz ausübt.
Cheburashka
Die Cheburashka-Methode überzeugt vor allem durch ihre Vielseitigkeit. Durch das frei bewegliche Gewicht wirkt der Köder extrem lebendig und lässt sich je nach Aktivität der Räuber sehr unterschiedlich führen. Besonders Krebsimitationen spielen an diesem Rig ihre Stärken voll aus.
Eine bewährte Grundtechnik ist das Schleifen („Drag & Drop“) über den Boden. Dabei wird der Lobster langsam über den Grund gezogen und immer wieder durch kurze Stopps unterbrochen. Beim Schleifen wirbelt der Köder Sediment auf und erzeugt eine kleine Staubwolke – ein Reiz, dem vor allem neugierige Forellen kaum widerstehen können. Die Bisse kommen hier häufig genau in den Pausen.
Ebenfalls sehr effektiv ist das sogenannte Faulenzen. Hier hebst du den Köder mit zwei bis drei Kurbelumdrehungen vom Grund ab und lässt ihn anschließend an gespannter Schnur wieder absinken. Gerade in der Absinkphase spielt das Chebu-Rig seine Stärken aus, denn der Lobster taumelt verführerisch nach unten und die Scheren stellen sich bedrohlich auf. Genau in diesem Moment erfolgen die meisten Attacken!
Für aggressive oder aktive Fische bietet sich das aktive Zupfen an. Mit kleinen, knackigen Rutenschlägen von etwa fünf bis zehn Zentimetern wird der Lobster sprunghaft vom Boden abgehoben. Nach jedem Zupfer folgt eine kurze Pause, in der sich der Köder aufrichtet und seine Scheren verführerisch spielt.
Für alle 3 Methoden gilt: Die Rute kommt nach dem Auswerfen in die Zehn-Uhr-Stellung und Du lässt das Rig an gespannter Schnur in Richtung Grund absinken. Oft kommen beim Absinken schon Bisse.
Texas Rig
Für diese Technik muss man wissen, dass ein Lobster (Krebs) sich durch starke Schwanzschläge rückwärts bewegt. Die Köderführung beim Texas Rig simuliert einen schnell flüchtenden Lobster, der mit starken Schwanzschläge sich rückwärts bewegt. Dies ereicht man durch 2-3 harte, seitliche Schläge mit der Rute. Danach kurze Pause und der Lobster geht wieder zum Grund, stellt seine „bedrohlichen“ Scheren auf. Ein zusätzlichen Reiz bietet der Knall, der neugierige Fische aus der Entfernung anlockt.
Die Köderführung des Texas Rigs wird in dem folgenden Video ab Minute 8:38 bis 09:48 von HRH Fishing Hebeisen sehr schön erklärt. TIPP: Egli ist die schweizer Bezeichnung für Barsch
Welches Gerät kommt zum Einsatz?
Cheburashka
Für das Angeln mit Cheburashka-Montage empfiehlt sich eine Rute mit Solid Tip. Wenn Du keine Rute mit diesem Spitzentyp zur Verfügung hast, dann fische mit Deiner Spoonrute. Die Länge sollte um die 2 Meter liegen, in größeren Teichen / Forellenseen auch gerne länger. Das Wurfgewicht ist abhängig von dem gewählten Cheburashkagewicht. Für die meisten Gewässer sind 2-7g ausreichend. Mit dieser Rute kannst Du den Köder spielerisch über den Boden zupfen und bekommst jeden noch so feinen Zupfer mit. Dazu passt eine Rolle der Größe 1000 oder 2000, gefüllt mit PE Schnur der Stärke 0.3 oder 0.4. Je nach Beschaffenheit des Gewässergrunds und der zu erwartenden Hindernisse kannst Du auch PE 0.6 fischen. Als Vorfach verwende ein Fluocarbonmaterial in der Stärke 0,20 bis 0,23mm.
Texas Rig
Da das Angeln mit dem Texas Rig wegen der oben beschriebenen Köderführung ein wenig gröber ausfällt, sollte die Rute eine Tubular Tip besitzen. Solid Tip macht die Köderführung träger und ein Großteil der zur Köderaktion aufgewendeten Energie würde in der weichen Spitze landen. Rutenlänge, Wurfgewicht und Schnurstärke sind identisch mit der Empfehlung zur Cheburashkamethode. Beim Vorfachmaterial nehm eine Nummer stärker, da das Blei (Bullet) auf dem Vorfach hin und her gleitet und die Schnur – wie ein Durchlaufblinker – aufraut.